Bewerbungen und Lebenslauf

6 Mrz

Im Mai beende ich ja mein Studium und so langsam fange ich an und muss mich um den ganzen Bewerbungskram kümmern.

Begonnen habe ich damit meinen Lebenslauf auf den neusten Stand zu bringen und an aktuelle Konventionen anzupassen. So weit ich das gelesen habe, ist es in Deutschland neuerdings üblich die aktuellsten und somit wichtigsten Lebensabschnitte zuerst aufzuzählen. Dieses Prinzip ist ja bereits aus den USA bekannt und macht meiner Meinung nach auch echt mehr Sinn. Mein tabellarischer Lebenslauf beinhaltet folgende Punkte:
Als erstes natürlich Name und Anschrift, Kontaktdaten (Telefon, Email), Geburtsdatum und Geburtstort sowie Angaben zum Famielienstand. Dann folgen die üblichen Punkte wie Studium/Ausbildung, Master Thesis (Titel & Betreuer), Schule, Praktika, Fähigkeiten und Kenntnisse (Sprachen, IT, Seminare und Projekte) und Interessen.

Man soll es nicht glauben, aber ich habe es geschafft mein Leben auf ganze zwei Seiten zu schreiben und dass obwohl ich noch gar nicht all zu viel erlebt und geschafft habe. Voller Stolz lese ich dann, dass ein Lebenslauf nur 1 bis 1,5 Seiten lang sein soll – Na toll, soll ich jetzt etwa was kürzen? :)

Dann stellte ich mir die Frage nach meinen Interessen. Gar keine hineinschreiben zeugt nicht gerade von Aufgeschlossenheit und Interesse am Leben, doch was für Interessen sind es wert genannt zu werden, wenn man nicht gerade soziale Tätigkeiten oder so was in diese Richtung verrichtet. Das wichtigste ist wohl aber, dass man Dinge aufzählt, die etwas über deine Persönlichkeit (Teamfähigkeit, logisches Denken, Reisen, …) aussagen und auch zu der Branche des zukünftigen Jobs passen. Zudem sollten die Hobbys konkret formuliert sein und nicht zu schwammig. Nicht einfach nur Sport aufschreiben, sondern welcher Sport. Und nicht einfach nur Reisen, sondern konkretisieren was für Reisen oder in welche Region.

Wenn man Daten angibt, dann sollte man möglichst auf den Monat dazu nennen: MM/JJJJ – MM/JJJJ. Außer natürlich das Ereignis liegt soweit zurück (Schulausildung etc.), dass es relativ unwichtig erscheint ein absolut genaues Datum anzugeben.

Dann habe ich gelesen, dass das Bewerbungsbild meist nicht mehr in den Lebenslauf eingebunden wird. Viel mehr sollte ein Deckblatt für die Bewerbung erstellt werden, auf dem sich das Bild, dein Name und Anschrift und natürlich der Job, auf den du dich bewirbst befindet.
Allerdings finden viele Bwerbungen in der heutigen Zeit online statt und die Bewerber werden gebeten möglichst geringe Datenvolumen zu versenden. Somit würde ich in einem solchen Fall auf das Deckblatt verzichten und das Bild wieder wie gewohnt in den Lebenslauf einfügen. So werden auch nur die wichtigsten Formulare versendet und die Personalabteilungen ärgern sich nicht über unnötigen Datentransfer.

Durch Farb- und Schriftgestaltung kann man dem Lebenslauf noch eine besondere Note beifügen. Dennoch kommt es auf die Branche an wie intensiv und vielfältig man da vorgeht. Kreative Berufe lassen da deutlich mehr Spielraum. Man kann jedoch immer die Schrift und die Farbe an Unternehmenslogos und Homepagegestaltungen anpassen. Somit kann unterbewusst eine vertraute Atmosphäre geschaffen werden.

So viel erstmal zum Lebenslauf. :) Auf die Bewerbungsanschreiben gehe ich dann ein, wenn ich eine passende Stellenanzeige gefunden habe, auf die ich mich bewerben will. Außerdem muss ich noch ein Foto machen lassen.

Apropos Bewerbungsfoto. Es ist natürlich selbst verständlich, dass man auf einem solchen Foto sympathisch und ordentlich rüber kommt. Also frisch gewaschen, gekämmt, rasiert und nicht zu doll geschminkt. Ist aber natürlich selbstverständlich – Oder nicht?! :)

 

 

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